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Einige
Worte über die Insel Korfu:
Korfu
(griech.: Kerkyra), das westlichste Tor Griechenlands an der Einfahrt
vom Ionischen zum Adriatischen Meer. Die Zivilisation begann schon
vor 2700 Jahren als korinthische Kolonie. Die strategische
Lage war ständige Herausforderung für Eroberungsgelüste der Griechen,
Römer, Illyrer, Venezianer, Osmanen, Franzosen und Engländer.
Bei der Teilung des römischen Reiches in Ostreich und Westreich
337 n.Chr. wird Korfu zunächst dem Westreich (Rom) und 395 n.Chr.
dem Ostreich (Byzanz) zugeschlagen. Die Insel war in den folgenden
Jahrhunderten Opfer vieler Angriffe und Plünderungen durch die
Vandalen, Goten, Sarazenen. 733 vertreiben die Byzantiner die
Sarazenen und es begann das Zeitalter der byzantinisch-orthodoxen
Zivilisation. Im 4. Kreuzzug wird Korfu Beute der Venezianer,
von denen es der französische König von Sizilien Karl von Anjou
1267 eroberte, bis 1386 die Venezianer die Insel wieder zurückholten.
Die Jahrhunderte der Venezianischen Herrschaft bis 1797 prägten
den Charakter der Insel bis heute. Sie brachte eine Blüte in Wirtschaft,
Wissenschaft und Kultur. Die Venezianer widerstanden den Türken.
Erst durch Napoleon verlor Venedig seine Herrschaft und Korfu
wurde zunächst zweimal französisch, dann 1815 britisches Protektorat
bis es 1864 mit dem befreiten griechischen Mutterland vereint
wurde. Durch die Jahrhunderte war Korfu Zufluchtsort aus den türkisch
besetzten Gebieten des griechischen Festlandes und so wurde es
zum geistigen Zentrum der Griechen. Im 19. Jhdt. spielten die
Griechen Kapodistrias und Mantzaros eine bedeutende Rolle.
Die
Insel scheint in zwei verschiedenen Welten zu leben. Die eine ist die
friedliche Idylle der Berge, einsamen Küsten und Dörfer; die andere,
lebhafter Urlaubsbetrieb in den Ferienanlagen an den Stränden am blauen, klaren
Meer und dem munteren Abendleben der Einheimischen und Besucher auf Plätzen und
engen Gassen von Korfus Altstadt bis weit nach Mitternacht. Dieses Miteinander von
Stille und unbekümmertem Leben vor dem Hintergrund einer sehr grünen und
blühenden gebirgigen Landschaft macht den eigentlichen Charakter Korfus aus.
Ein architektonisches Meisterwerk stellt die Inselhauptstadt mit ihrer von den
Venezianern hinter Mauern und zwischen den beiden venezianischen Festungen
erbauten Altstadt dar. Bei
Spaziergängen in ihren malerischen, italienisch beeinflussten Gässchen
(Kandounia) mit kleinen Plätzen und alten Kirchen, sowie entlang der von den
Franzosen erbauten Flaniermeile der Esplanade mit der Liston-Zeile und dem von
den Briten errichteten neoklassizistischen Schlosspalast verbinden sich die
Jahrhunderte mit der pulsierenden Gegenwart. Lokale Bräuche, Prozessionen,
Kunstfestivals und -ausstellungen, sowie das heimische Theater- und Musikleben,
ergänzen die attraktive Atmosphäre der historischen Hauptstadt von Korfu.
Die
ganze Insel ist ein einziger Park mit Pinienwäldern, Oliven- und
Zitronenhainen, Obst- und Weinplantagen. Korfu ist bekannt für sein angenehmes
Meeresklima, die herrschaftlichen Villen aus vergangenen Zeiten, venezianische
Paläste, gemütliche Dorftavernen und
die gastfreundliche Bevölkerung. Von Ende März bis Ende Mai, sowie von Mitte
September bis Mitte Oktober gehen die Lufttemperaturen schon bis 25° C. Von
Juni bis Mitte September steigen sie oft auf über 30°, wobei es wegen der
Meeresbrisen und häufigen Nordwinde immer noch sehr angenehm und nicht so heiß
ist und auch mal regnen kann. Von Mitte Oktober bis Mitte März kann es sehr
windig sein und regnet es öfter bei frühlingshaften Mittelmeertagestemperaturen
zwischen 15 und 22° C.. Die Wassertemperaturen sind von Ende Mai bis Oktober an
der Ostküste der Insel selten unter 20° C.
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